Gegen Kameras an Öffentlichen Plätzen

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Die Installation von Videokameras (die für unsere angebliche Sicherheit installiert werden) passiert systematisch in unserem Land. Gleichzeitig wird durch die Hintertür die staatliche Zensur eingeführt.
Dahinter steht eine von den Freimaurern getriebene globale Bewegung, die als "Neue Weltordnung" bekannt ist. Sie bedroht die Freiheit aller Bürger aller Nationen dieser Welt.

Ich behaupte, dass die vielen Kameras, die überall installiert wurden unsere Städte keinen Deut sicherer gemacht haben. Was bringt es, wenn man auf den aufgezeichneten Videos im Nachhinein anschauen kann, wie jemand zusammengeschlagen wird? Das macht die Strassen sicher nicht sicherer.
Was aber sicher erreicht wurde ist, dass sich Bürger ab den vielen Kameras bereits unwohl in gewissen öffentlichen Plätzen fühlen.

Sicherheit ensteht durch die faire Verteilung von Reichtum und nicht durch Videokameras.
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Dem Videokamera-Wildwuchs muss Einhalt geboten werden. Verstösse gegen den Datenschutz müssen schärfer geahndet werden. Tun wir dies nicht, kann sich hinter den Kameras eine Denunziantenkultur etablieren. Verdächtig sind grundsätzlich alle. Kommende Technologien werden zudem die automatische Auswertung der Kamerabilder ermöglichen - live verknüpft mit beliebigen Datenbanken.
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Was hilft sind Zivilcourage, Bildung, Erziehung, Selbstvertrauen. Was nützt eine Kamera, wenn das Opfer trotzdem niedergeschlagen wird? Vielleicht kann man den Täter fassen, aber verhindert hat man die Tat nicht. Die Tat verhindern könnten andere Passanten, die den Mut haben, gemeinsam einzuschreiten. Je mehr Personen einschreiten, desto eher wird die Situation ohne Gewalt lösbar sein.

Nützlich sind auch Kurse zur Prävention, wo die Menschen Tricks lernen, wie dass man besser nicht auf den Täter zu geht, sondern auf das Opfer. Wenn jemand dem Opfer hilft, statt auf den Täter los zu gehen.

Nützlich sind Streifenpolizisten, die sich als Freund und Helfer verstehen, die sich kümmern, ohne selbst zu provozieren. (Nebenthema: Von daher, so nebenbei bemerkt, ist es nicht hilfreich, wenn sich die Polizei martialisch ausrüstet und ein Streifenpolizist aussieht, wie Rambo im Kriegseinsatz. Anstatt sich Respekt zu verschaffen sollte sich die Polizei überlegen, wie sie schwierigen Jugendlichen helfen kann, denn asoziales Verhalten ist oft ein Hilferuf.)

Nützlich sind vielleicht Notrufknöpfe, die tatsächlich auch eine Patrouille auslösen. Denn dann schreitet jemand ein, der vielleicht noch etwas verhindern kann.

Aber Kameras vermitteln nur eine Scheinsicherheit. Sie schränken dafür anständige Bürger wie mich ein, weil ich mich schlicht unter den Augen einer Kamera nicht mehr wohl fühle.
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Die Tugenden wie Courage, Respekt und Anstand sind nur im moment Abwesend.

Ich war eigentlich nie gegen Kameras an öffentlichen Plätzen, bis jetzt. Ich muss aber sagen, dass ich etwas kritischer geworden bin - rein von den Möglichkeiten derjenigen welche die ganzen Daten sichten müssen. Es fehlt schlicht an resourcen alles abzudecken.

Kameras können im ersten Moment eine sehr abschreckende Wirkung haben, was wünschenswert ist. Jedoch handelt es sich meist nur um eine Verlagerung der Kriminalität und wenn man mehr Kameras anbringt, benötigt man mehr Leute um die Datenflut zu bewältigen - schon schnell steht man vor einer Wand ohne Tür.

Oftmals kommt die Kriminalität auch wieder zurück und man hat nur temprär etwas erreicht. Es muss eine Lösung geben welche Kameras an sinnvollen Plätzen vorsieht ohne dabei aber auf Polizeipräsenz zu verzichten.

In jedem Fall scheint mir eine Aufstockung von Ordnungshütern unausweichlich, sollten die Sicherheitsbedenken steigen und die Bürger besseren Schutz verlangen.
Dino E vor etwa 16 Stunden Verstoss melden
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Kürzlich forderten bürgerliche PolitikerInnen, auf der Grossen Schanze in der Stadt Bern benötige es mehr Videokameras.
Irgendwie ironisch: Es gibt bereits 25 Videokameras und patrouillerende Securitas-MitarbeiterInnen.
So gross ist die Schanze auch wieder nicht, dass 25 Videokameras sie nicht überwachen könnten.

Wenn Videoüberwachung also tatsächlich zu etwas Nütze wäre, gäbe es keine Verbrechen mehr vor dem Hauptgebäude der Universität.

(Kleine, fiese Frage: Spricht dieser Sachverhalt gegen Bürgerliche oder gegen Videoüberwachung?)
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Es werden Kurse für die Intervention bei Gewalt und Vandalismus von einigen Anbietern angeboten und können Leute dazu veranlassen, einzugreifen oder zumindest den Täter dazu zu bewegen, von seiner Tat oder vom Vandalisieren abzulassen.

Durch mehr Eingreifen statt wegschauen, haben Täter und Vandalen eine grössere Hemmschwelle.
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Bravo! Wir haben und schon hart gestritten, weil wir oft ganz anderer Ansicht sind. In diesem Punkt aber geben ich Ihnen voll und ganz recht. Ich freue mich zu sehen, dass wir doch auch gemeinsame Ansichten haben.

Das ist ein guter Ansatz, den ich gern mittrage. Nicht Überwachung, nicht Verbote brauchen wir, sondern Zivilcourage, Selbstbewusstsein, Erziehung und Bildung. Das sind die nachhaltigsten und wirksamsten Instrumente gegen Vandalismus und Gewalt.
Marc Wäckerlin - kandidiert für Grosser Gemeinderat Winterthur, PPS vor 2 Tagen Verstoss melden
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.... ob dieses nicht froh ist, wenn dank einer Videoüberwachung die Täter ermittelt werden können.

Ausserdem sind wir alle froh, wenn wir dank Videoüberwachung keine Opfer von Gewalttaten werden. Auch die ZVV hat beispielsweise festgestellt, dass die Anzahl der Sachbeschädigungen an videoüberwachten Orten deutlich zurück gegangen ist. Und ich habe schon mit eigenen Augen gesehen, wie Schlägereien dank einer installierten Überwachungskamera verhindert werden konnten.

Natürlich muss der Datenschutz gewahrt werden und auch ich bin gegen eine flächendeckende Videoüberwachung. Reflexartig aber von einem bösen Überwachungsstaat zu reden, der einen nur ausspionieren will, halte ich für absurd.

Das Argument, man verhalte sich anders, wenn eine Kamera in der Nähe ist, kann ich nur schwer nachvollziehen. Wieso soll ich mich in der Öffentlichkeit anders verhalten, wenn eine Kamera in der Nähe ist? Wovon genau soll mich eine Kamera abhalten?

Im Gegenteil, ich persönlich fühle mich an bestimmten Orten viel sicherer, wenn ich eine Videokamera sehe. Genauso geht es vielen Bekannten von mir und den meisten Personen, mit welchen ich über dieses Thema gesprochen habe.

Aus diesen Gründen erachte ich eine Videoüberwachung (unter Wahrung des Datenschutzes) an neuralgischen Punkten als sinnvoll.
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Ich habe selber die Erfahrung mit einem Gewaltübergriff auf die Freundin gemacht und war froh, dass anhand der Videokamera der Täter identifiziert und schnell verhaftet werden konnte.

Darum bin ich überzeugt dass Kameras für die Identifizierung und Aufklärung eine wichtige Rolle spielen.

Ich denke die meisten die gegen Kameras sind, hatten noch nie eine Erfahrung, bei der sie den Nutzen kennen lernen konnten.

Die Kameras sind aber an Orten, wo eh schon viel Präsenz und soziale Kontrolle vorhanden ist überflüssig.

Es ist eine Massnahme, die gezielt an Orten mit viel Vandalismus und Tendenzen für Gewalt eingesetzt werden sollte.

Unter anderem sind auch eine bessere Beleuchtung und Belebung durch Bars eine Alternative zu den Kameras.

Wenn nicht eine andere Lösung möglich ist, bin ich für die gezielte Videoüberwachung.
Gygax Marcel - kandidiert für Grossrat Kanton Bern, JCVP vor 3 Tagen Verstoss melden
Ich verhalte mich definitiv anders, ich fühle mich nicht wohl, wenn eine Kamera mich andauernd beobachtet. Besonders an Orten, wo ich mich längere Zeit aufhalte, dulde ich keine Kameras. Darum klebe ich Kameras in Zügen konsequent ab, denn ein Zug ist auch ein Büro und ich lasse mich beim Arbeiten nicht beobachten.

Ein Notrufknopf würde das Problem auch lösen und dem Opfer schnelle Hilfe garantieren. Wenn schon könnte man die Kamera an den Notrufknopf koppeln: Wenn der Knopf gedrückt wird, schaltet sich die Kamera ein, ein Mensch wird alarmiert, der sofort kontrolliert, ob ein Eingreifen nötig ist, und schickt bei Bedarf eine Patrouille los. Ausserdem könnte ein Mensch in einer Alarmzentrale die Kamera manuell steuern und ganz gezielt ein scharfes Täterfoto auslösen. Die Kamera müsste dann mit einem roten Licht die Aufnahme anzeigen, damit die Menschen trotz Kamera wissen, wann sie beobachtet werden.
Marc Wäckerlin - kandidiert für Grosser Gemeinderat Winterthur, PPS vor 2 Tagen Verstoss melden
Nun, ich verstehe noch immer nicht genau, was Sie daran stört, wenn eine Kamera sie beobachtet. Und nein, ein Zug ist kein Büro, sondern ein öffentliches Verkehrsmittel. Wenn Sie im Zug arbeiten wollen, können Sie sich entweder so hinsetzen, dass sie nicht im direkten Blickwinkel der Kamera sind oder ansonsten irgendwo anders arbeiten. Für mich persönlich ist dieses Argument kein Grund, um weniger Sicherheit in Kauf zu nehmen.

Der Alarmknopf ist eine gute Idee, nur heisst das nicht, dass er Kameras ersetzen muss. Einen solchen Knopf müssen Sie nämlich erst einmal drücken können, was schwierig wird, wenn jemand Sie angreift. Ausserdem überlegt sich jemand eher zweimal, ob er Sie angreifen will, wenn er weiss, dass er von einer Kamera gefilmt wird (habe ich schon erlebt und wurde mir auch immer wieder erzählt), als wie wenn einfach nur ein Alarmknopf in der Nähe ist.
Alan David Sangines - kandidiert für Gemeinderat Zürich, SP vor 2 Tagen Verstoss melden
Ein Zug ist erstens auch ein Büro; wenn ich Zug fahre, dann will ich auch arbeiten. Wenn ich nur von A nach B kommen will, und keine Gelegenheit habe, die Zeit sinnvoll zu nutzen, dann fahre ich bequemer und schneller mit dem Auto, was wiederum ökologisch weniger sinnvoll ist.

Kameras im zug überwachen den ganzen Fahrgastraum. Darum klebe ich sie ab, um meine Privatsfäre zu wahren.

In Zügen gibt es ausserdem Notbremsen, die man ziehen kann, wenn man in Bedrängnis gerät. Da sind Kameras sowieso überflüssig.

Sie nehmen dadurch nicht weniger Sicherheit in Kauf, denn Kameras bieten keine Sicherheit. Es ist wie bei der Minarettinitiative: Eine Scheinlösung, die rein gar nichts bringt. Kameras sind billiger Populismus.

Ein Alarmknopf könnte so an eine Kamera gekoppelt sein, dass er eine Aufnahme auslöst, wenn jemand in Bedrängnis ist. Einen solchen Knopf kann das Opfer drücken, oder jemand der den Vorgang beobachtet, sich aber nicht traut, selbst einzuschreiten.

Eine weitere innovative Ergänzungsidee zum Alarmknopf: So wie sich jemand, der Angst hat Pfefferspray kaufen kann, könnte jemand sich einen Alarmknopf für die Hosentasche kaufen, der ein Signal aussendet, das von einem fest installierten Alarmknopf empfangen wird, und auch einen Alarm auslöst. So muss er keinen direkten Zugang zu einem Alarmknopf mehr haben, falls ein Täter diesen versperrt.

Nur ein aktives Interventionssystem kann in brenzligen Situationen tatsächlich auch Hilfe leisten. Passive Überwachung erinnert an die DDR, hilft aber nicht wirklich. Ganz nebenbei waren die kommunistischen Staaten die sichersten der Welt, aber zu welchem Preis? Wollen wir das wirklich? Da hatten wir genau das: Sehr hohe Kontrolle und angepasstes Verhalten aller Bürger aus Angst. Und da gibt es Leute, die behaupten, Kameras würden keine Verhaltensänderung nach sich ziehen?!?

Absolute Sicherheit gibt es sowieso nie.
Marc Wäckerlin - kandidiert für Grosser Gemeinderat Winterthur, PPS vor 2 Tagen Verstoss melden
Die beste Lösung in Zügen wäre ohnehin mehr Personal. Vor dem Personalabbau bei den Bahnen konnten nämlich weniger Gewalttaten und Vandalenakte verzeichnet werden.

Ich bin froh, dass die SBB z.B. sogenannte Konfliktvermittler einsetzen, die Leute zu Anstand, Respekt und Verständnis, ermahnen.
Auch die Bahnhofspaten zeigen Erfolg.

Das fördert die Sicherheit und das Verständnis für Anstand, Respekt und Toleranz.

Dann muss auch Herr Wäckerlin nicht mit Klebern herumlaufen, um die Kameras abzukleben.

Man muss sich aber bewusst sein, dass Sicherheit nie gratis ist.

Gygax Marcel - kandidiert für Grossrat Kanton Bern, JCVP vor 2 Tagen Verstoss melden
Ich stelle einen markanten Rückgang der Gewalttaten und Vandalenakten an kameraüberwachten Orten fest, dafür muss ich aber eine markante Zunahme selbiger an unüberwachten Orten feststellen. Das zeigt doch, dass Kameraüberwachung die Sicherheit nicht erhöht, sondern ledigilich verlagert.
Und um die ewig gestellte Frage betreffend unterschiedlichem Verhalten bei Überwachung zu beantworten: Ich habe z.B. festgestellt, dass ich meine Freundin nicht küsse, wenn Kameras in der Nähe sind, wohl aber auf öffentlichen Plätzen. Ich weiss ja nicht ob die Kamera gleich live auf eine Internetplattform streamt oder sich der Wächter ab Paaren und Frauen mit Ausschnitten aufgeilt. Wissen Sie das?
Hinzu kommt die staatliche Datensammelwut, die unsere Regierung an den Tag legt. Klar es ist harmlos, mal da ein bisschen zu filmen und dort ein bisschen Fingerabdrücke abzunehmen. Als Informatiker kann ich ihnen aber versprechen, dass der Aufwand diese Daten zu verknüpfen nicht gross ist. Die Gesichterkennung ist weit fortgeschritten und es wäre heute schon möglich ein vollständiges Bewegungsprofil der Bürger zu erstellen. Natürlich machen wir das nicht, oder doch? Ist wohl eine Frage der nationalen Sicherheit. Wenn es um Terroristen geht ist alles möglich, alles zu unserer eigenen Sicherheit, versteht sich.
Beat Klarenhofer vor 1 Tag Verstoss melden
Herr Wäckerlin, Sie glauben nicht daran, dass Kameras mehr Sicherheit bringt. Das halte ich für völlig legitim. Ich persönlich habe andere Erfahrungen gemacht. Und zwar war ich schon in einer Situation dabei, wo eine Gruppe Jugendlicher fast auf zwei Jugendliche los gegangen wäre und einer dabei eine Kamera bemerkt hat, seine Freunde davor gewarnt hat und sie sich verzogen (nicht ohne den beiden noch zu sagen, dass sie "ohne Kamera jetzt tot" wären). Für Sie ist es einfach, in dieser Situation zu sagen, dass Kameras nichts bringen, wenn Sie die beiden Jungs fragen, sehen sie das anders.

Anderes Beispiel, in meinem Freundeskreis sind schon einige Opfer von Gewalttaten geworden. Die meisten Opfer trauen sich nachher für lange Zeit nicht mehr richtig in den Ausgang, weil sie immer Angst haben, wieder verprügelt zu werden. Dies geht wohl nach einer Weile weg und ist völlig normal. Aber auch sie sagen mir, dass sie sich viel wohler fühlen, wenn sie an neuralgischen Punkten eine Videokamera sehen.

Von daher, der Vergleich mit der Minarettinitiative hinkt, zumal Kameras halt teilweise doch Übergriffe verhindern können und deswegen doch keine Scheinlösung sind.

Genauso wie der Vergleich mit der DDR. Sie können die staatlichen Strukturen nicht mit der DDR vergleichen. Ausserdem haben wir Datenschutzgesetze, die ich absolut befürworte und die auch wirklichen Datenschutz gewährleisten müssen.

Aber, Personal vor Ort ist Kameras immer vorzuziehen, da bin ich einverstanden.


@Beat Klarenhofer: Nun gut, ich nehme zur Kenntnis, dass Sie ihre Freundin nicht küssen, wenn Kameras in der Nähe sind. Ihre Sorgen, jemand hinter der Kamera könnte sich ab Frauen aufgeilen oder jemand streamt das Gefilmte direkt ins Internet, respektiere ich, kann sie aber nur schwer nachvollziehen. Schliesslich gibt es den Datenschutz für etwas und man kann hinter jeder Handlung eine schlechte Absicht sehen oder befürchten.

Schlussendlich ist dies wohl auch eine Frage des Vertrauens in den Staat. Wir müssen uns überlegen, ob wir uns mit Kameras an neuralgischen Punkten sicherer fühlen oder ob wir uns durch Kameras beobachtet (oder gar ausgespannert, um Ihr Beispiel zu nehmen) und überwacht (Bewegungsprofil) fühlen. Dies ist aber wohl einfach eine subjektive Wahrnehmung, weswegen es mit der Zeit auch schwierig wird, darüber zu diskutieren, da dies jeder anders sieht. Letztendlich wird sich wohl zeigen, welche Wahrnehmung von der Bevölkerung mehr geteilt wird.
Alan David Sangines - kandidiert für Gemeinderat Zürich, SP vor 1 Tag Verstoss melden
@Marcel Gygax: Ja genau. Erst wird Personal abgebaut, dann beschwert man sich über Vandalenakte und installiert Kameras, die wie Beat Klarenhofer richtig bemerkt haben, die Probleme nur verlagern.

Letztlich kann und will man nicht alles überwachen. England sollte uns ein abschrekendes Beispiel sein.

Dafür zeigen Studien, dass Kameras nicht nützen: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/19/19543/1.html

Denjenigen unter Euch, die 1984 und Brave New World noch nciht gelesen haben, möchte ich es herzlichst empfehlen.
Marc Wäckerlin - kandidiert für Grosser Gemeinderat Winterthur, PPS vor 1 Tag Verstoss melden
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Das Wichtigste um Vandalismus zu verhindern und die Sicherheit zu erhöhen ist die soziale Kontrolle. Wenn die Leute das Gefühl haben, da schaut doch eh jeder weg, passieren die meisten Gewaltakte. Überwachungskameras geben eine Scheinsicherheit, denn die Kamera kann nicht direkt eingreifen, dazu braucht es Zivilcourage vor Ort.
2 Kommentare
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Leider ist die Zivilcourage, in einer Gesellschaft in der jeder für sich schaut, nicht ein Allheilmittel.

Mir ist vielmals aufgefallen das die Leute gleichgültig sind und ich sie fragen musste, warum sie nichts unternommen haben.

Die Antwort war meistens:" Ich wollte nicht stören oder jemand anderes soll eingreifen".

Ich bin auch für mehr Zivilcourage und möchte von Ihnen wissen wie Sie die Leute dazu ermuntern wollen.
Gygax Marcel - kandidiert für Grossrat Kanton Bern, JCVP vor 3 Tagen Verstoss melden
Lieber Daniel,

ich gebe Dir recht mit mehr Zivilcourage eines jeden Einzelnen liessen sich viele Übergriffe und Vandalenakte verhindern. Einem Mangel an Zivilcourage liegt meistens ein Wertesystem zugrunde, welches durch eine fehlerhafte Erziehung zementiert wurde. In einer Zeit in der die Eltern die Erziehung an den Staat und ans Fernsehen abschieben und somit die Gefährdung eines geregelten Zusammenlebens (bewusst) in Kauf nehmen, erachte ich eine positive Entwicklung auf diesem Gebiet kurz- bis mittelfristig als eher unwahrscheinlich.

Kameras können Übergriffe und Gesetzesübertretungen in ihrer Funktion nicht direkt verhindern, sie erfüllen jedoch eine Abschreckungsfunktion, welche zumindest Impulstäter von gesetzeswidrigen Taten abhalten wird.

Überwachungskameras sind nicht gleichbedeutend mit Überwachungsstaat. Kameraüberwachung ist nur sinnvoll, wenn sie gezielt an neuralgischen Punkten, unter Wahrung des Datenschutzes, eingesetzt wird – von einer flächendeckenden Verwendung ist ausdrücklich abzusehen.

Im Zeitalter von facebook, Handys, Kreditkarten und CUMULUS sollten sich Gegner der Kameraüberwachung bewusst die Frage stellen, ob ihnen 500 Freunde, KeyClub Points oder CUMULUS-Punkte tatsächlich mehr Wert sind als ihre eigene Sicherheit und die Sicherheit ihrer Familie und Freunde. Wobei hier anzumerken ist, dass bei obenerwähnten Produkten wesentlich intimere Informationen breitwillig (auch zur Weiterverwendung) preisgegeben werden als nur die Rechte am eigenen Bild.
Simon Kaiser - kandidiert für Gemeinderat Uster, jf vor etwa 11 Stunden Verstoss melden
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Videoüberwachung zur Verhinderung von Vandalenakten oder Verbrechen schränkt niemanden ein.
Niemand stört sich darüber, dass jedes Warenhaus erfolgreich Videoüberwachung einsetzt. Warum soll das an neuralgischen öffentlichen Punkten nicht auch funktionieren?
Es geht nämlich gar nicht darum, permanent gefilmt oder überwacht zu werden von Personen, welche täglich mehre Stunden hinter der Kamera sitzen; dafür gibt es genug Leute, die dies über deutsche Privat-TV-Stationen möchten.
Es geht einzig darum, Vandalenakte und Gewalttaten einzuschränken.
Denkt einmal drüber nach, dass es die Sicherheit jedes einzelnen erhöht.
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"Videoüberwachung an neuralgischen Punkten schränkt niemanden ein"

"Es geht einzig darum, Vandalenakte und Gewalttaten einzuschränken."

Irgendwie widersprüchlich. Nicht wahr?

Videoüberwachung an neuralgischen Punkten schränkt niemanden ein, an einem nicht überwachten Ort ihre Vandalenakte und Gewalttaten zu vollführen.

Um dies zu verhindern, müsste man eben doch "permanent gefilmt oder überwacht werden". Ein fürchterliches Szenario.

Ich denke es wäre besser Du denkst einmal darüber nach ...
Seb B - PPS vor 2 Tagen Verstoss melden
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Oder stand schon mal neben einer Kamera eine Erläuterung, wer, wann, wielange und mit welcher Aufgabe zusieht?

Bewege ich mich in der Öffentlichkeit, sehe ich die anderen auch, wie sie mich. Gleichgestellt.

Bewege ich mich unter Kameras - eben darunter - verliere ich die Ansprechpartner, verliere ich das Feedback auf mein Verhalten.

Es geht doch darum, wie die Gesellschaft ihre Normen findet und pflegt. Dies erfolgt doch idealerweise im direkten Dialog, und das braucht natürlich auch Mut. Vielleicht auch mehr Polizisten auf Streife.
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Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass nur schon das Gefühl des Beobachtetwerdens zu einer Verhaltensveränderung führt und damit mit einem Verlust der Freiheit einhergeht. Beobachtete neigen zur Konformität, also zu einem Verhalten, bei dem der Beobachtete davon ausgeht, dass es im Sinne des Beobachters ist. Wir möchten doch keine Gesellschaft, die aus lauter überangepassten Individuen besteht.
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Das Problem muss man wie immer an der Wurzel packen. Wem seine Umwelt gelernt hat seine Mitmenschen nicht zu achten und unangepasst zu zu toleriern, wird sich durch ein paar Kameras nicht stören lassen.
Jane Doe 30. Dezember 2009 Verstoss melden
Verbrechen oder Gewalttaten sind auch eine Verhaltensänderung, die nicht toleriert werden kann.

Ausserdem schränken die häufiger werdenden Gewalttaten, auch die Bewegensfreiheit der Bevölkerung, ein.

Dies kann ebenfalls nicht toleriert werden.


Nun möchte ich, aber bei all der Kritik an Videoüberwachung

einige "realistische" Methoden zur Gewaltbekämpfung von Ihnen hören.
Gygax Marcel - kandidiert für Grossrat Kanton Bern, JCVP 24. Januar 2010 Verstoss melden
Die Junge CVP unterstützt Gewaltpräventionskurse und Lehrgänge zum richtigen Verhalten in Gewaltsituationen.

Es braucht nicht nur Repression sondern auch Prävention und Verhaltensschulung. Hier setzen wir uns im Grossen Rat ein.
Gygax Marcel - kandidiert für Grossrat Kanton Bern, JCVP 24. Januar 2010 Verstoss melden
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