Gegen Kameras an Öffentlichen Plätzen

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Das Wichtigste um Vandalismus zu verhindern und die Sicherheit zu erhöhen ist die soziale Kontrolle. Wenn die Leute das Gefühl haben, da schaut doch eh jeder weg, passieren die meisten Gewaltakte. Überwachungskameras geben eine Scheinsicherheit, denn die Kamera kann nicht direkt eingreifen, dazu braucht es Zivilcourage vor Ort.
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Leider ist die Zivilcourage, in einer Gesellschaft in der jeder für sich schaut, nicht ein Allheilmittel.

Mir ist vielmals aufgefallen das die Leute gleichgültig sind und ich sie fragen musste, warum sie nichts unternommen haben.

Die Antwort war meistens:" Ich wollte nicht stören oder jemand anderes soll eingreifen".

Ich bin auch für mehr Zivilcourage und möchte von Ihnen wissen wie Sie die Leute dazu ermuntern wollen.
Gygax Marcel - kandidiert für Grossrat Bern, CVP 5. Februar 2010 Verstoss melden
Lieber Daniel,

ich gebe Dir recht mit mehr Zivilcourage eines jeden Einzelnen liessen sich viele Übergriffe und Vandalenakte verhindern. Einem Mangel an Zivilcourage liegt meistens ein Wertesystem zugrunde, welches durch eine fehlerhafte Erziehung zementiert wurde. In einer Zeit in der die Eltern die Erziehung an den Staat und ans Fernsehen abschieben und somit die Gefährdung eines geregelten Zusammenlebens (bewusst) in Kauf nehmen, erachte ich eine positive Entwicklung auf diesem Gebiet kurz- bis mittelfristig als eher unwahrscheinlich.

Kameras können Übergriffe und Gesetzesübertretungen in ihrer Funktion nicht direkt verhindern, sie erfüllen jedoch eine Abschreckungsfunktion, welche zumindest Impulstäter von gesetzeswidrigen Taten abhalten wird.

Überwachungskameras sind nicht gleichbedeutend mit Überwachungsstaat. Kameraüberwachung ist nur sinnvoll, wenn sie gezielt an neuralgischen Punkten, unter Wahrung des Datenschutzes, eingesetzt wird – von einer flächendeckenden Verwendung ist ausdrücklich abzusehen.

Im Zeitalter von facebook, Handys, Kreditkarten und CUMULUS sollten sich Gegner der Kameraüberwachung bewusst die Frage stellen, ob ihnen 500 Freunde, KeyClub Points oder CUMULUS-Punkte tatsächlich mehr Wert sind als ihre eigene Sicherheit und die Sicherheit ihrer Familie und Freunde. Wobei hier anzumerken ist, dass bei obenerwähnten Produkten wesentlich intimere Informationen breitwillig (auch zur Weiterverwendung) preisgegeben werden als nur die Rechte am eigenen Bild.
Simon Kaiser - jf 9. Februar 2010 Verstoss melden
Lieber Simon
Mir geht es nicht in erster Linie um den Datenschutz. Sondern darum, dass mit Überwachungskameras keine Probleme gelöst werden...um die nächste Hauskante und schon ist man weg von der Kamera. Wir müssen selber Verantwortung übernehmen. Wer nicht hinschaut, sondern wegschaut ist mitverantwortlich. Zusätzlich brauchen wir auch Vertrauen in die Gesellschaft, das tönt evt. etwas Naiv, doch ohne Vetrauen (mit Kontrolle und klaren Grenzen) funktioniert unsere Gesellschaft nicht.
Daniel Hunziker - GLP 10. Februar 2010 Verstoss melden
@Simon Kaiser

Ich stimme dir zu, dass eine Videokamera noch keinen Überwachungsstaat macht.

Auch ist die flächendeckende Videoüberwachung nicht vorgesehen und wird auch nie umgesetzt werden.

Zudem ist der Datenschutz gewährleistet, da die Bilder nach einer gewissen Zeit wieder gelöscht werden.
Und du hast auch Recht, dass sich die Nutzer von Facebook Gedanken zum Datenschutz machen müssen.

Eine Bild der Videokamera kann aber Täter wie du gesagt hast, abschrecken oder bei Gewaltverbrechen ein Beweismittel sein.

Die Täter von Kreuzlingen wären sonst ungeschoren davon gekommen.

Sicher ist das Grundproblem die fehlende Erziehung, die nicht von heute auf morgen verbessert werden kann.
Gygax Marcel - kandidiert für Grossrat Bern, CVP 11. Februar 2010 Verstoss melden
Vertrauen statt Ängste provozieren würde Kameras und übermässigen Auftritt von Security-Personal unnötig machen. Das Problem liegt in der Grundeinstellung (die in der Erziehung ihren Ursprung hat) Ist deine Welt böse und bedrohlich? Oder gibt es noch Menschlichkeit und gegenseitiges Vertrauen?
Denise Bähler - kandidiert für Grossrat Bern, EVP 24. Februar 2010 Verstoss melden
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Videoüberwachung zur Verhinderung von Vandalenakten oder Verbrechen schränkt niemanden ein.
Niemand stört sich darüber, dass jedes Warenhaus erfolgreich Videoüberwachung einsetzt. Warum soll das an neuralgischen öffentlichen Punkten nicht auch funktionieren?
Es geht nämlich gar nicht darum, permanent gefilmt oder überwacht zu werden von Personen, welche täglich mehre Stunden hinter der Kamera sitzen; dafür gibt es genug Leute, die dies über deutsche Privat-TV-Stationen möchten.
Es geht einzig darum, Vandalenakte und Gewalttaten einzuschränken.
Denkt einmal drüber nach, dass es die Sicherheit jedes einzelnen erhöht.
4 Kommentare
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"Videoüberwachung an neuralgischen Punkten schränkt niemanden ein"

"Es geht einzig darum, Vandalenakte und Gewalttaten einzuschränken."

Irgendwie widersprüchlich. Nicht wahr?

Videoüberwachung an neuralgischen Punkten schränkt niemanden ein, an einem nicht überwachten Ort ihre Vandalenakte und Gewalttaten zu vollführen.

Um dies zu verhindern, müsste man eben doch "permanent gefilmt oder überwacht werden". Ein fürchterliches Szenario.

Ich denke es wäre besser Du denkst einmal darüber nach ...
Seb B - Piraten 7. Februar 2010 Verstoss melden
@Beat Schlatter

Wäre es nicht besser, die Polizeipräsenz an diesen Orten zu verstärken?

Polizisten sind flexibler als Kameras und gut ausgebildete Profis. Ausserdem braucht ein Videosystem hohe Investitionen und Leute die diese überwachen, betreuen, steuern, warten etc.
Reto Spinnler - kandidiert für Grossrat Bern, Piraten 21. Februar 2010 Verstoss melden
@Reto Spinnler

Ich freue mich, dass wir uns einig sind, dass die vorhandenen Probleme gelöst werden müssen.

Polizisten sind flexibler als Kameras - und vermutich liegt genau da das Problem: sie sind nämlich nicht dort, wo sie sein sollten. Der Vorteil der Kameras ist, dass sie mit einem einmaligen Investitionsaufwand installiert werden. Personen sind keine vor Ort; das System funktioniert ähnlich einer Webcam: Die Sicherung der Daten bleibt über 48h erhalten, anschliessend werden diese automatisch gelöscht. Die Erfahrung zeigt, dass innerhalb von 48 Stunden die Verzeigungen stattfinden, nachher nicht mehr.
Bei den Polizisten ist doch das Problem der hohen Lohn- und Lohnnebenkosten, jemand muss deren Einsatz koordinieren und steuern. Dies zeigt, dass Kameras um ein vielfaches billiger sind.
Abgesehen davon könne die Daten wie auch die Überwachung zentral erfasst und auch gesteuert werden.
Beat Schlatter - kandidiert für Grossrat Bern, FDP. Die Liberalen 23. Februar 2010 Verstoss melden
@Beat Schlatter, die Freude ist auch auf meiner Seite :-)

Wir Piraten sind grundsätzlich gegen Kameras, vor allem, weil dies der falsche Weg ist, das Problem anzugehen (Symptombekämpfung anstelle von Problemlösung) und weil wir die Privatspähre des Bürgers schützen wollen.

Die 48h Variante ist sicherlich besser als die Version in England, bei der Polizisten life permanent überwachen, allerdings fragt sich dann, wie schnell diese Variante aufgerüstet werden kann. Am Schluss brauchen wir überall Kameras, am besten noch die Nacktkameravariante mit automatischer Bilderkennung, die auch vermummte erkennt und das will ich definitiv nicht!
JA, ich habe etwas zu verbergen; meine Privatspähre!

Wenn es nur darum geht Verbrechen aufzuklären (und dafür sind Kameras auch nicht immer ideal; wie erkennt die "Billigvariante" z.B. einen Vermummten?) ist eine physische Polizeipräsenz sicherlich besser. Ausserdem können wir diese Profis flexibler auch für anderes als "nur" die Aufklärung einsetzen.

Das mit der einmaligen Investition ist leider nur die halbe Wahrheit, es entstehen Kosten für den Unterhalt, das Auslesen des Speichers vor Ort bzw. hinter dem Bildschirm etc. (was Spezialisten benötigt und die sind auch nicht billig).

Sollte sich die Sicherheit nachhaltig verbessern (oder etwa die Wahrnehmung in der Bevölkerung?), können die Polizei- Stellen entsprechend sozialverträglich wieder abgebaut werden. Der Umstand, dass dies nicht schnell geht dient der Sache, Sicherheit ist komplex und Lösungen benötigen Zeit und keine Schnellschüsse. Das gilt ja gerade auch für die Milizarmee in unserem Land, welche beim Thema Sicherheit eine wichtige, ergänzende Rolle spielt.
Reto Spinnler - kandidiert für Grossrat Bern, Piraten 24. Februar 2010 Verstoss melden
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Oder stand schon mal neben einer Kamera eine Erläuterung, wer, wann, wielange und mit welcher Aufgabe zusieht?

Bewege ich mich in der Öffentlichkeit, sehe ich die anderen auch, wie sie mich. Gleichgestellt.

Bewege ich mich unter Kameras - eben darunter - verliere ich die Ansprechpartner, verliere ich das Feedback auf mein Verhalten.

Es geht doch darum, wie die Gesellschaft ihre Normen findet und pflegt. Dies erfolgt doch idealerweise im direkten Dialog, und das braucht natürlich auch Mut. Vielleicht auch mehr Polizisten auf Streife.
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Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass nur schon das Gefühl des Beobachtetwerdens zu einer Verhaltensveränderung führt und damit mit einem Verlust der Freiheit einhergeht. Beobachtete neigen zur Konformität, also zu einem Verhalten, bei dem der Beobachtete davon ausgeht, dass es im Sinne des Beobachters ist. Wir möchten doch keine Gesellschaft, die aus lauter überangepassten Individuen besteht.
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Das Problem muss man wie immer an der Wurzel packen. Wem seine Umwelt gelernt hat seine Mitmenschen nicht zu achten und unangepasst zu zu toleriern, wird sich durch ein paar Kameras nicht stören lassen.
Jane Doe 30. Dezember 2009 Verstoss melden
Verbrechen oder Gewalttaten sind auch eine Verhaltensänderung, die nicht toleriert werden kann.

Ausserdem schränken die häufiger werdenden Gewalttaten, auch die Bewegensfreiheit der Bevölkerung, ein.

Dies kann ebenfalls nicht toleriert werden.


Nun möchte ich, aber bei all der Kritik an Videoüberwachung

einige "realistische" Methoden zur Gewaltbekämpfung von Ihnen hören.
Gygax Marcel - kandidiert für Grossrat Bern, CVP 24. Januar 2010 Verstoss melden
Die Junge CVP unterstützt Gewaltpräventionskurse und Lehrgänge zum richtigen Verhalten in Gewaltsituationen.

Es braucht nicht nur Repression sondern auch Prävention und Verhaltensschulung. Hier setzen wir uns im Grossen Rat ein.
Gygax Marcel - kandidiert für Grossrat Bern, CVP 24. Januar 2010 Verstoss melden
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Es besteht eine grosse Missbrauchsgefahr: Beamte können sich über Weisungen hinwegsetzen und die Systeme ohne Autorisierung aktivieren. Dies kann ganz banale Auswirkungen haben. Statt die Strasse zu kontrollieren, filmten zum Beispiel zwei britische Angestellte der britischen Stadt Sefton mit ihrer Überwachungskamera lieber die Wohnung einer Frau. Stundenlang beobachteten sie, wie die Frau auf die Toilette ging, ein Bad nahm und dann nur mit einem Handtuch bekleidet vor dem Fernseher sass. Dies ist leider kein Einzelfall und kann immer wieder geschehen.

Videoüberwachung erhöht ausserdem objektiv die Sicherheit nicht. Ist ein solches System einmal einsatzbereit, können die auferlegten Restriktionen in der Zukunft ohne grossen Aufwand gelockert werden. Mehr Kameras, weniger Bedingungen, automatische Gesichtserkennung: So wird ein Überwachungsstaat aufgebaut.
14 Kommentare
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Wenn wir noch zum Thema Missbrauchsgefahr kommen, muss ich Ihnen leider abraten: ein Ifone, ein Natel, eine Postcard oder eine Bankkarte zu besitzen.

Falls Sie gerade auf ihrem Facebook- oder Politnetzaccount serven, rate ich Ihnen ebenfalls davon ab, da hier eine grosse Missbrauchsgefahr bestehen könnte.

Wie sie sehen, könnten wir unser modernes Leben gar nicht
leben - ohne eine Missbrauchsgefahr einzugehen.

Auf der einen Seite will die Piratenpartei alle Daten zum downloaden verfügbar machen, aber anderseits möchten sie ihre eigenen Daten schützen.
Eine ziemlich widersprüchliche Argumentation.

Gygax Marcel - kandidiert für Grossrat Bern, CVP 24. Januar 2010 Verstoss melden
Gemach. Für einen Überwachungsstaat fehlen doch noch einige Voraussetzungen. Das Argument von Cedric Meury impliziert eine zentrale Steuerung des Aufbaus der Überwachungsinfrastruktur.

Das Problem ist jedoch ein anderes: Wissen Politiker nicht mehr weiter, fordern sie reflexartig eine Überwachungsinfrastruktur. Was nur den entsprechenden Herstellern hilft. Neuralgische Punkte - ok. Aber wenn heutzutag sogar in McDonalds-Filialen und in McClean-WCs (z.B. am HB Zürich) Videokameras installiert werden, dann geht das zu weit.
Bruno Habegger - kandidiert für Grossrat Bern, GLP 6. Februar 2010 Verstoss melden
@Marcel Gygax: Sie haben natürlich vollkommen recht, wer Daten schützen will sollte wirklich kein Iphone, Kreditkarten usw. benutzen.
Der Unterschied zu Überwachungskameras ist aber bei solchen Dingen der folgende:
Es ist MEIN persönlicher Entscheid, ob ich ein Iphone benutze, welches meine Daten irgendwohinschickt. Aber ich kann es nicht steuern, wann ich von einer Überwachungskamera gefilmt werde (ausser ich gehe ihnen konsequent aus dem Weg, was bereits heute nicht möglich ist.)

OOT: Die Piratenpartei will nicht alle Daten zum downloaden verfügbar machen. Sie sollten, bevor Sie solche Behauptungen aufstellen, erst ein bisschen recherchieren ;)
Matthias Müller - kandidiert für Grossrat Bern, Piraten 8. Februar 2010 Verstoss melden
1) Wenn sie nichts zu verbergen haben, können sie auch mit Videokameras an Orten, die von Gewalt und Vandalismus geprägt sind, leben.

Wenn sie wirklich ohne Kameras leben wollen, dann dürfen sie nicht in den Coop oder Migros, in die Bank, Post, an den Bahnhof, ins Parkhaus, in den Zug usw.

Mit Kameras wird bereits heute mit Erfolg gegen Diebstahl und andere Vergehen vorgegangen.

Bisher hat sich noch niemand gross daran gestört, da es auch eine Sicherheit für den Kunden bedeutet.

Natürlich bin ich absolut nur für Kameras an Orten, wo Gewalt und Vandalismus sich ausbreiten.

2) Ich korrigiere mich beim Datendownload

Die Piratenpartei ist für die Aufweichung des Urheberrechts,
was ich nicht befürworten kann.
Gygax Marcel - kandidiert für Grossrat Bern, CVP 9. Februar 2010 Verstoss melden
Für Kameras gegen Warendiebstahl habe ich ein gewisses Verständnis. Es ist ein Problem, das in klar begrenzten, privaten Räumen auftritt. Wenn die Datenschutzauflagen beachtet werden, kann ich damit leben.

Will man Kameras aber gegen Vandalismus und Kriminalität auf den Strassen einsetzen, ufert die Sache aus. Denn die Kameras führen nur dazu, dass sich ein Teil der Probleme auf Bereiche verlagert, die von den Kameras nicht erfasst werden. Dies zeigen die Erfahrungen aus Grossbritannien. Es ist eine Illusion zu Glauben, man könne Erziehung an Kameras delegieren. Darum bin ich gegen Kameras auf öffentlichem Grund, in Bahnhöfen und Zügen. Wenn wir hier nicht Stopp sagen, entwickeln wir uns tatsächlich zu einem Überwachungsstaat, der seinen Bürgern misstraut und sie auf Schritt und Tritt überwachen muss.
David H - Piraten 9. Februar 2010 Verstoss melden
Im Prinzip hat das Aufstellen von Kameras nur sehr bedingt (wenn überhaupt) eine vorbeugende Wirkung. Eine Kamera hindert niemanden daran, jemanden auszurauben oder zusammenzuschlagen.
Sie können (und auch das nicht immer) höchstens zur Aufklärung solcher Verbrechen beitragen, was meines Erachtens die Sicherheit nicht wirklich erhöht.
Mal angenommen, ich will in einem Kameraüberwachtn Raum jemanden erschlagen, dann brauche ich nur eine Maske überzuziehn, und schon bringt die beste Kamera nich mehr viel.
Wenn Kameras etwas bewirken, dann höchstens eine Umzonung der "Risiko"-Orte in nicht überwachte Gebiete.
Zudem, mal ehrlich: wer will denn die Leute bezahlen, die die ganze Zeit die Kameras bedienen? Denn Kameras sind erst dann einigermassen schützend, wenn sie eine Echtzeitüberwachung bieten, was definitiv nicht finanzierbar wäre.
Matthias Müller - kandidiert für Grossrat Bern, Piraten 9. Februar 2010 Verstoss melden
Bis zum Überwachungsstaat braucht es noch viel!

Wenn sie nicht mir Videokameras leben können
schlage ich vor, sie zeigen an den Orten, die relevant für Gewalt und Vandalismus sind Präsenz, oder sie stimmen der Initiative für mehr Sicherheit in Bern zu.

Sicherheit ist nie gratis, was eine Tatsache ist.

Sind sie bereit an diesen Orten Präsenz zu zeigen oder haben sie ausser Kritik noch Lösungen.
Gygax Marcel - kandidiert für Grossrat Bern, CVP 10. Februar 2010 Verstoss melden
Die Präsenz erhöhen an solchen kritischen Orten wäre meines Erachtens die bessere Lösung, da dadurch die Intervention besser und schneller gewährleistet würde.
Ob man diesen Auftrag an die Polizei abgeben, oder an private Sicherheitsunternehmen, spielt meiner Meinung nach keine grosse Rolle.
Matthias Müller - kandidiert für Grossrat Bern, Piraten 10. Februar 2010 Verstoss melden
Meistens bräuchte es eher Jugendarbeiter als Sicherheitspersonal – oder einfach Leute, die nicht wegschauen.
David H - Piraten 10. Februar 2010 Verstoss melden
Nun, Leute die wegschauen wird es wahrscheinlich immer geben. Zudem bringen Jugendarbeiter auch nicht viel.
Was wirklich fehlt, ist die richtige Erziehung, aber dies ist ein anderes Thema.

@Marcel Gygax: wäre denn für Sie eine erhöhte Präsenz anstelle von Kameras eine akzeptable Lösung?
Ich persönlich sehe darin nämlich den grösseren Nutzen.
Matthias Müller - kandidiert für Grossrat Bern, Piraten 10. Februar 2010 Verstoss melden
Jugendarbeiter können sehr viel bringen. Man muss mit den Jugendlichen reden und sie ernst nehmen, nicht immer gleich mit der Polizei einfahren.
David H - Piraten 10. Februar 2010 Verstoss melden
Der Glaube an Videokameras hat zuweilen okkulte Züge. Sie lösen keine Probleme, sondern schaffen mittel- bis langfristig neue. Menschliche Probleme lösen Menschen besser.
Bruno Habegger - kandidiert für Grossrat Bern, GLP 10. Februar 2010 Verstoss melden
@Matthias Müller

Sicher ist auch eine erhöhte Präsenz und Belebung der Bevölkerung eine Möglichkeit, um Gewalt- und Vandaltaten zu verringern.
Auch Pinto-Mitarbeiter(Prävention, Intervention und Toleranz) können Konflikte teilweise lösen. (Hat sich in Bern bewiesen)

Eine gute Erziehung ist aber immer noch der Schlüssel für eine anständiges Verhalten und eine gewaltfreie Lösung von Konflikten.
Diese wird aber leider nicht so schnell zu verbessern sein.
Gygax Marcel - kandidiert für Grossrat Bern, CVP 11. Februar 2010 Verstoss melden
@Marcel Gygax

Sie sagen es, eine gute Erziehung wäre der Schlüssel...
Aber seh ich das richtig, dass für Sie also Kameras nicht die einzige Lösung ist, die für Sie in Frage kommt, sondern dass auch Sie eine "menschliche" Lösung bevorzugen würden?
Matthias Müller - kandidiert für Grossrat Bern, Piraten 11. Februar 2010 Verstoss melden
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Viele Kameras werden nicht zur Verhinderung oder Aufklärung von Gewaltverbrechen, also zur Schaffung von Sicherheit installiert, sondern um «unangepasstes» oder ungewünschtes Verhalten insbesondere der Jugend zu unterbinden. Damit wird das Problem aber nur verlagert.

Heute wird nicht mehr kommuniziert und eine Lösung gesucht. Man scheut die Auseinandersetzung und installiert stattdessen Kameras. Es ist aber eine gefährliche Illusion zu meinen, man könne Betreuungspersonen, Zugbegleiter, Zivicourage usw. durch Kameras ersetzen.
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Na ja, solange man sich genötigt fühlt, den eigenen Familiennamen zu verbergen, brauchts wohl Kameras ;-D
Bruno Habegger - kandidiert für Grossrat Bern, GLP 2. August 2009 Verstoss melden
Ich werde ungern zu politischen Ansichten gegoogelt. Jeder soll selber bestimmen, wem er wieviel preisgibt.
David H - Piraten 2. August 2009 Verstoss melden
Das hab ich verstanden.
Wenn man in einer Demokratie nicht mehr zu seiner Meinung stehen kann, dann ist das wohl schon keine mehr...
Bruno Habegger - kandidiert für Grossrat Bern, GLP 3. August 2009 Verstoss melden
Leute die einen vollen Namen brauchen um eine Meinung erst nehmen zu können haben ein Kontrollproblem. Ich kann gut mit einem Pseudonym diskutieren.
David L 10. August 2009 Verstoss melden
Ich kann auch gut mit meinem Spiegelbild sprechen.
Bruno Habegger - kandidiert für Grossrat Bern, GLP 11. August 2009 Verstoss melden
Siehe zur selben Thematik auf folgende Debatte, die ich gerade entdeckt habe: http://streetview.politnetz.ch
Elisa Schlup 8. September 2009 Verstoss melden
Deshalb unterstützen sie die Junge CVP,

die sich für Gewaltpräventionsprogramme und für Verhaltenskurse in Gewaltsituationen,

im Grossen Rat einsetzt.
Gygax Marcel - kandidiert für Grossrat Bern, CVP 24. Januar 2010 Verstoss melden
Die «Gewaltprävention» der JCVP, ganz besonders die von Herrn Gygax, bedeutet nichts anderes, als dass man Computerspiele verbieten, die Medien zensieren will. Das ist keine Lösung. Insbesondere muss man ganz klar unterscheiden zwischen Jugendschutz, wo man über Einschränkungen bei gewissen, besonders brutalen oder unethischen Spielen diskutieren kann, und Erwachsenen, denen die Politik nicht vorzuschreiben hat, was sie spielen oder konsumieren dürfen.

Die Lösung der Piratenpartei ist da viel offener und nachhaltiger: Wir wollen die Schule stärken und das Bildungsniveau erhöhen. Jugendlichen mit Problemen, die sich nicht an ihre Eltern wenden können, soll ein gutes psychologisches Netz zur Verfügung stehen. Wer gut gebildet ist, wer sich wohl fühlt in seiner Rolle in der Gesellschaft, wer gute Zukunftsperspektiven hat, macht weniger Unsinn. Die gescheiterten Existenzen, Süchtigen, Amokläufer sind sehr oft auf eine tragische Biografie zurückzuführen, nicht auf Spiele. Das ist auch der Punkt, wo wir ansetzen. Mit mehr Verantwortungsbewusstsein braucht es keine Kameras.

@Bruno Habegger hat offenbar die Bedeutung von Datenschutz noch nicht verstanden, das ist sehr bedauerlich, zumal die GLP sehr fortschrittlich und offen ist. Genau darum ist es sehr wichtig, dass die Piratenpartei in die Parlamente kommt, um da für den Datenschutz zu sensibilisieren.

Herr Habegger, es macht einen Unterschied, ob Sie und ich diskutieren oder David H oder L, denn wir beide bewerben uns für ein politisches Amt, wir gehen bewusst in die Öffentlichkeit und müssen darum unsere Privatsfäre teilweise aufgeben, besonders unsere politischen Ansichten offenlegen, denn wir sind unseren Wählern gegenüber dazu verpflichtet.

Der gewöhnliche Bürger aber, der nicht kandidiert, kein Amt anstrebt, hat durchaus das Recht, erstens seine Meinung zu äussern, und das zweitens auch anonym zu tun. Anonymität ist ein wichtiges Element der persönlichen Freiheit.
Marc Wäckerlin - gewählt Grosser Gemeinderat Winterthur, Piraten 6. Februar 2010 Verstoss melden
@Marc Wäckerlin: Das ist schon klar. Und glauben Sie mir (mir sträuben sich beim Gesieze auf einer sozialen Plattform die Nackenhaare, woran liegt das bloss?) ich bin ein grosser Freund des Datenschutzes, siehe z.B. http://www.pctipp.ch/meinung/43324/das_freitagsbit_o_sole_mio.html oder http://www.pctipp.ch/meinung/42424/das_freitagsbit_ich_habe_steuerdaten_geklaut.html und http://www.pctipp.ch/meinung/44799/das_freitagsbit_ich_habe_nichts_zu_verstecken.html und andere.

Debatten und Anonymität ist für mich einfach ein Widerspruch. Ich kann nur mit jemandem debattieren, der zu seiner Meinung steht. Alles andere neigt sich dem Getrolle zu.
Bruno Habegger - kandidiert für Grossrat Bern, GLP 6. Februar 2010 Verstoss melden
In dem Fall Bruno (Ich passe mich halt an). Wie Du siehst trollen David H & L nicht. Ihre Beiträge sind von guter Qualität. Miss doch den Inhalt, nicht den Namen, oder den Wunsch des Schreibers nach Anonymität. Ich meinerseits werte jeden Beitrag am Inhalt, unabhängig vom Namen.

Danke für Deine amüsanten Blogs.

Ein Troll zeichnet sich durch Destruktivität aus. Das kann man gut erkennen, egal wie er sich nennt.
Marc Wäckerlin - gewählt Grosser Gemeinderat Winterthur, Piraten 6. Februar 2010 Verstoss melden
Ich versteh Dein Argument, lieber Marc. Ich habe ja "neigt sich dem Getrolle zu" geschrieben. Ich beziehe mich nur auf eine Grundsatzfrage, die wohl die Betreiber dieser Plattform mal klären müssen. Es ist etwas anderes, hier zu diskutieren oder in einem herkömmlichen Diskussionsforum.
Bruno Habegger - kandidiert für Grossrat Bern, GLP 6. Februar 2010 Verstoss melden
@Bruno Habegger: Ich stehe voll zu meiner Meinung, möchte aber nicht, dass man sie googeln kann. Ich habe im Profil mein Blog verlinkt, und auf Switch findest du (<- ist mir auch lieber) meine Angaben, wenn du nach der Domain fragst. Ich kann sie dir auch mailen, wenn du das wünschst. Es geht mir also nicht um Anonymität gegenüber der Gesprächspartnern hier, sondern darum, dass ich nicht will, dass irgendwer mein Privatleben (solange ich für kein Amt kandidiere, gehören solche Debatten auch zu meinem Privatleben) ergoogeln und noch nach Jahren erforschen kann.
David H - Piraten 6. Februar 2010 Verstoss melden
David, ich weiss und glaube Dir das. War auch nicht persönlich gemeint. Es geht nur um ein grundsätzliches Problem in solchen Debatten. Es besteht die Gefahr, dass im Schutz der Anonymität die Qualität der Beiträge sinkt.
Bruno Habegger - kandidiert für Grossrat Bern, GLP 6. Februar 2010 Verstoss melden
Und noch eine Anmerkung @Bruno Habegger: Ein gefakter Name werden die Betreiber wohl nicht verhindern können. Eine wirkliche Identitätsprüfung wäre sehr aufwändig.

@Politnetz: Evtl. könnte man eine Ersetzung des Namens durch ein Bild wie bei Abgeordnetenwatch in Betracht ziehen. Jedoch würde das auch wieder schwierig, weil sich die Leute ja dann mit dem Namen auch ansprechen.
David H - Piraten 6. Februar 2010 Verstoss melden
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Ich bin hin und her gerissen, zum einen bin ich kein Fan von Big Brother zum anderen erscheint eine Überwachung von diversen Plätzen sinnvoll.

Ich denke es spielt eine primäre Rolle auf welcher Seite des Zauns man steht. Solange nichts passiert erachtet man Kameras als eine Beschneidung der Privatsphäre, sollte man jedoch einmal in der Opferrolle stecken so würde man sich wünschen es gäbe Hinweise und Hilfsmittel die Täter zu stellen.

Kameraüberwachungen haben der Polizei bereits mehrfach geholfen und dies sollte der Sinn und das Ziel davon sein. Auf öffentlichen Plätzen von Privatsphäre zu sprechen ist für mich ein zweischneidiges Schwert. Zu wissen, dass jemand mitsehen könnte ist unangenehm aber auf öffentlichen Plätzen ist dies sowieso der Fall und wer nichts zu verbergen hat sollte sich auch nicht davor Fürchten.

Persönlich würde es mich wenig kümmern, ich würde es wohl kaum bemerken. Aber dennoch verstehe ich die Argumente derjenigen welche nicht sehr angetan sind von der Idee. Es bedarf einer sorgfältigen Abwägung wo genau eine Überwachung sinnvoll oder gar nötig ist.
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Es geht nicht um uns, es geht darum, dass Kameras grundsätzlich ein Machtinstrument sind. Regierungen von heute müssen nicht dieselben von morgen sein - daher ist ein flächendeckendes Überwachungsnetz eine Gefahr für die Demokratie und die Freiheit des Einzelnen.
Bruno Habegger - kandidiert für Grossrat Bern, GLP 2. August 2009 Verstoss melden
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7 Kommentare
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Wer 100% Sicherheit sucht, bringt die Freiheit um, und mit ihr auch ganz viel Sicherheit. Sicherheit braucht Freiheit und Vertrauen.
Christof Litz 3. August 2009 Verstoss melden
Es ist wohl falsch von Sicherheit zu sprechen, wenn das schon erreicht ist, ist es eigentlich schon zu spät.

Es geht um Kontrolle und Überwachung, nicht um Sicherheit.
Hans Nötig 23. November 2009 Verstoss melden
Das einzig 100% sichere im Leben ist der Tod.

Wir, die Politiker haben die Verantwortung das Sicherheitsbedürfnis der Bevölkerung ernst zu nehmen und im richtigen Moment die richtigen Massnahmen zu treffen.

Können Sie die Täter, die ohne Videoüberwachung nicht überführt oder erkannt worden sind, in der Gesellschaft verantworten?
Gygax Marcel - kandidiert für Grossrat Bern, CVP 24. Januar 2010 Verstoss melden
@Marcel Gygax

Das zweite 100% ig sichere im Leben ist die Geburt.

Es ist nur eine Frage der Zeit bis potentielle Täter wissen, wo die Videoüberwachung lauert und dann schlagen diese an anderen Punkten zu... dann rüstet der Staat mehr Kameras auf und so weiter.... wollen wir ein weiteres Wettrüsten?

Oder wollen wir nicht alle die Probleme an den Wurzeln packen und dann lösen?

Prävention ist besser als Heilung und noch viel besser als Symptombekämpfung.

Die Videoüberwachung ist eine kurzfrisitge Symptom-bekämpfung zur "Beruhigung" der Bevölkerung und bieten keine nachhaltigen Lösungen!
Reto Spinnler - kandidiert für Grossrat Bern, Piraten 21. Februar 2010 Verstoss melden
@Reto Spinnler

Leider können wir das Grundproblem, also z.B. die fehlende Erziehung oder die Vernachlässigung von Jugendlichen nicht in wenigen Jahren lösen.

Dies wäre auch mein Wunsch, ist aber unrealistisch.

Zudem begreifen viele Gegner noch nicht, dass es für den Aufbau von Kameras im öffentlichen- wie auch im privaten Bereich eine Begründung, strenge Auflagen und Persönlichkeitsschutzmassnahmen gibt.

Eine Videokamera ist zudem nur eine Massnahme unter vielen und soll nur, wenn andere Massnahmen nicht greifen, eingesetzt werden.

Gygax Marcel - kandidiert für Grossrat Bern, CVP 23. Februar 2010 Verstoss melden
@Reto Spinnler

Leider können wir das Grundproblem, also z.B. die fehlende Erziehung oder die Vernachlässigung von Jugendlichen nicht in wenigen Jahren lösen.

Dies wäre auch mein Wunsch, ist aber unrealistisch.

Zudem begreifen viele Gegner noch nicht, dass es für den Aufbau von Kameras im öffentlichen- wie auch im privaten Bereich eine Begründung, strenge Auflagen und Persönlichkeitsschutzmassnahmen gibt.

Eine Videokamera ist zudem nur eine Massnahme unter vielen und soll nur, wenn andere Massnahmen nicht greifen, eingesetzt werden.

Gygax Marcel - kandidiert für Grossrat Bern, CVP 23. Februar 2010 Verstoss melden
Viele Gegner blenden gerne aus, dass es für den Aufbau von Kameras im öffentlichen- wie auch im privaten Bereich eine Begründung, strenge Auflagen und Persönlichkeitsschutzmassnahmen gibt.

Die Leute, die von Stasi reden, haben einfach keine Ahnung.
Gygax Marcel - kandidiert für Grossrat Bern, CVP 23. Februar 2010 Verstoss melden
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