Nützlich sind auch Kurse zur Prävention, wo die Menschen Tricks lernen, wie dass man besser nicht auf den Täter zu geht, sondern auf das Opfer. Wenn jemand dem Opfer hilft, statt auf den Täter los zu gehen.
Nützlich sind Streifenpolizisten, die sich als Freund und Helfer verstehen, die sich kümmern, ohne selbst zu provozieren. (Nebenthema: Von daher, so nebenbei bemerkt, ist es nicht hilfreich, wenn sich die Polizei martialisch ausrüstet und ein Streifenpolizist aussieht, wie Rambo im Kriegseinsatz. Anstatt sich Respekt zu verschaffen sollte sich die Polizei überlegen, wie sie schwierigen Jugendlichen helfen kann, denn asoziales Verhalten ist oft ein Hilferuf.)
Nützlich sind vielleicht Notrufknöpfe, die tatsächlich auch eine Patrouille auslösen. Denn dann schreitet jemand ein, der vielleicht noch etwas verhindern kann.
Aber Kameras vermitteln nur eine Scheinsicherheit. Sie schränken dafür anständige Bürger wie mich ein, weil ich mich schlicht unter den Augen einer Kamera nicht mehr wohl fühle.
Die Tugenden wie Courage, Respekt und Anstand sind nur im moment Abwesend.Dino Ebener 8. Februar 2010 Verstoss melden
Ich war eigentlich nie gegen Kameras an öffentlichen Plätzen, bis jetzt. Ich muss aber sagen, dass ich etwas kritischer geworden bin - rein von den Möglichkeiten derjenigen welche die ganzen Daten sichten müssen. Es fehlt schlicht an resourcen alles abzudecken.
Kameras können im ersten Moment eine sehr abschreckende Wirkung haben, was wünschenswert ist. Jedoch handelt es sich meist nur um eine Verlagerung der Kriminalität und wenn man mehr Kameras anbringt, benötigt man mehr Leute um die Datenflut zu bewältigen - schon schnell steht man vor einer Wand ohne Tür.
Oftmals kommt die Kriminalität auch wieder zurück und man hat nur temprär etwas erreicht. Es muss eine Lösung geben welche Kameras an sinnvollen Plätzen vorsieht ohne dabei aber auf Polizeipräsenz zu verzichten.
In jedem Fall scheint mir eine Aufstockung von Ordnungshütern unausweichlich, sollten die Sicherheitsbedenken steigen und die Bürger besseren Schutz verlangen.
Kameras an neuralgischen Plätzen machen Sinn zusammen mit einer Notrufseule. Wir haben nicht die Ressourcen zur Verfügung, dass die Bilder Life überwacht werden können. Aber bei einem Ereignis (Straftat) sind wir darauf angewiesen. Beides zusammen hat auch eine gewisse abschrekende Wirkung.Christoph Jeanneret - GLP 10. Februar 2010 Verstoss melden
@marc wäckerlin, war auch nicht dafür aber - wie lösen Sie die Probleme, wie Entsorgungsgebühren beim Littering, oder wer zahlt bei Überfällen mit anschliessender Behinderung?Hans-Rudolf Mühlemann - Gemeinderat Kehrsatz, SVP 11. Februar 2010 Verstoss melden
Aufzeichnungen werden nur ausgewertet bei entsprechden Vorfällen, denn eine dauerende Auswertung ist ja gar nicht möglich > also werden Personen wie Sie und ich nie auf einer Auswertung erscheinen.
@Christoph Jeanneret: Wenn man Kameras mit Notrufsäulen kombiniert, dann sollen die Kameras erst durch einen Notruf eingeschaltet werden. Die Kamera würde den Betrieb mittels einer LED anzeigen. Das garantiert, das kein Missbrauch betrieben wird. Gleichzeitig würde der Notruf eine Notfallzentrale alarmieren, die Beamten könnten die Situation über die Kamera abschätzen, und sofort eine Intervention auslösen.Marc Wäckerlin - kandidiert für Kantonsrat Zürich, Piraten 11. Februar 2010 Verstoss melden
@Hans-Rudolf Mühlemann: Wie konnte die Schweiz nur über 700 Jahre ohne Kameras überleben und trotzdem zu einem der sichersten und saubersten Ländern weltweit werden?
Kriminalfälle müssen untersucht und aufgeklärt werden, ganz klar. Aber in erster Linie mit den herkömmlichen Methoden, nicht mit zusätzlicher Überwachung. Man könnte auch die Fingerabdrücke sämtlicher Einwohner speichern (wird mit dem biometrischen Pass auch geschehen!), zusammen mit DNA Proben, und dann bei jedem Gesetzesverstoss, vom kleinsten Vergehen bis hin zum Kapitalverbrechen, die Daten aller Einwohner scannen. Es würde die Aufklärungsrate enorm in die Höhe treiben, wahrscheinlich auch die Zahl der Justizirrtümer, aber es wäre eine Sicherheit zu einem inakzeptablen Preis! Ebenso inakzeptabel ist die steigende Kameraüberwachung.
Die wirksamsten Massnahmen sind nicht Überwachung, sondern Zivilcourage, soziales Engagement, Einschreiten, gute Erziehung, Bildung und Zukunftsperspektiven.
