Überwachungskameras mindern die Zivilcourage.
Das Wichtigste um Vandalismus zu verhindern und die Sicherheit zu erhöhen ist die soziale Kontrolle. Wenn die Leute das Gefühl haben, da schaut doch eh jeder weg, passieren die meisten Gewaltakte. Überwachungskameras geben eine Scheinsicherheit, denn die Kamera kann nicht direkt eingreifen, dazu braucht es Zivilcourage vor Ort.
GLP, 24. Januar 2010
Verstoss melden
Videoüberwachung an neuralgischen Punkten schränkt niemanden ein
Videoüberwachung zur Verhinderung von Vandalenakten oder Verbrechen schränkt niemanden ein.
Niemand stört sich darüber, dass jedes Warenhaus erfolgreich Videoüberwachung einsetzt. Warum soll das an neuralgischen öffentlichen Punkten nicht auch funktionieren?
Es geht nämlich gar nicht darum, permanent gefilmt oder überwacht zu werden von Personen, welche täglich mehre Stunden hinter der Kamera sitzen; dafür gibt es genug Leute, die dies über deutsche Privat-TV-Stationen möchten.
Es geht einzig darum, Vandalenakte und Gewalttaten einzuschränken.
Denkt einmal drüber nach, dass es die Sicherheit jedes einzelnen erhöht.
kandidiert für Grossrat Bern, FDP. Die Liberalen, 22. Januar 2010
Verstoss melden
Wer schaut mir zu, versteckt hinter der Videokamera? Ich will wissen, wer mich sieht.
Oder stand schon mal neben einer Kamera eine Erläuterung, wer, wann, wielange und mit welcher Aufgabe zusieht?
Bewege ich mich in der Öffentlichkeit, sehe ich die anderen auch, wie sie mich. Gleichgestellt.
Bewege ich mich unter Kameras - eben darunter - verliere ich die Ansprechpartner, verliere ich das Feedback auf mein Verhalten.
Es geht doch darum, wie die Gesellschaft ihre Normen findet und pflegt. Dies erfolgt doch idealerweise im direkten Dialog, und das braucht natürlich auch Mut. Vielleicht auch mehr Polizisten auf Streife.
kandidiert für Grossrat Bern, Piraten, 21. Januar 2010
Verstoss melden
Videokameras lösen Verhaltensänderungen der überwachten Menschen aus. Ich möchte keine Gesellschaft bestehend aus überangepassten Individuen.
Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass nur schon das Gefühl des Beobachtetwerdens zu einer Verhaltensveränderung führt und damit mit einem Verlust der Freiheit einhergeht. Beobachtete neigen zur Konformität, also zu einem Verhalten, bei dem der Beobachtete davon ausgeht, dass es im Sinne des Beobachters ist. Wir möchten doch keine Gesellschaft, die aus lauter überangepassten Individuen besteht.
Piraten, 16. Oktober 2009
Verstoss melden
Videoüberwachungs-Infrastrukturen bergen eine grosse Missbrauchsgefahr. Solche Installationen sind ein weiterer Schritt in Richtung Überwachungsstaat.
Es besteht eine grosse Missbrauchsgefahr: Beamte können sich über Weisungen hinwegsetzen und die Systeme ohne Autorisierung aktivieren. Dies kann ganz banale Auswirkungen haben. Statt die Strasse zu kontrollieren, filmten zum Beispiel zwei britische Angestellte der britischen Stadt Sefton mit ihrer Überwachungskamera lieber die Wohnung einer Frau. Stundenlang beobachteten sie, wie die Frau auf die Toilette ging, ein Bad nahm und dann nur mit einem Handtuch bekleidet vor dem Fernseher sass. Dies ist leider kein Einzelfall und kann immer wieder geschehen.
Videoüberwachung erhöht ausserdem objektiv die Sicherheit nicht. Ist ein solches System einmal einsatzbereit, können die auferlegten Restriktionen in der Zukunft ohne grossen Aufwand gelockert werden. Mehr Kameras, weniger Bedingungen, automatische Gesichtserkennung: So wird ein Überwachungsstaat aufgebaut.
Piraten, 16. Oktober 2009
Verstoss melden
Es gibt meistens eine bessere Lösung als Videoüberwachung: Kommunikation von Mensch zu Mensch.
Viele Kameras werden nicht zur Verhinderung oder Aufklärung von Gewaltverbrechen, also zur Schaffung von Sicherheit installiert, sondern um «unangepasstes» oder ungewünschtes Verhalten insbesondere der Jugend zu unterbinden. Damit wird das Problem aber nur verlagert.
Heute wird nicht mehr kommuniziert und eine Lösung gesucht. Man scheut die Auseinandersetzung und installiert stattdessen Kameras. Es ist aber eine gefährliche Illusion zu meinen, man könne Betreuungspersonen, Zugbegleiter, Zivicourage usw. durch Kameras ersetzen.
Piraten, 1. August 2009
Verstoss melden
Nehmen wir uns selbst nicht zu ernst wenn wir glauben, dass uns jemand permanent bespitzeln will?
Ich bin hin und her gerissen, zum einen bin ich kein Fan von Big Brother zum anderen erscheint eine Überwachung von diversen Plätzen sinnvoll.
Ich denke es spielt eine primäre Rolle auf welcher Seite des Zauns man steht. Solange nichts passiert erachtet man Kameras als eine Beschneidung der Privatsphäre, sollte man jedoch einmal in der Opferrolle stecken so würde man sich wünschen es gäbe Hinweise und Hilfsmittel die Täter zu stellen.
Kameraüberwachungen haben der Polizei bereits mehrfach geholfen und dies sollte der Sinn und das Ziel davon sein. Auf öffentlichen Plätzen von Privatsphäre zu sprechen ist für mich ein zweischneidiges Schwert. Zu wissen, dass jemand mitsehen könnte ist unangenehm aber auf öffentlichen Plätzen ist dies sowieso der Fall und wer nichts zu verbergen hat sollte sich auch nicht davor Fürchten.
Persönlich würde es mich wenig kümmern, ich würde es wohl kaum bemerken. Aber dennoch verstehe ich die Argumente derjenigen welche nicht sehr angetan sind von der Idee. Es bedarf einer sorgfältigen Abwägung wo genau eine Überwachung sinnvoll oder gar nötig ist.
Verstoss melden
100% Sicherheit gibts auch mit Kameras nicht. Kameras sind Beschneidungen der Privatsphäre, - sind wir bei der Stasi oder was?
1. August 2009
Verstoss melden